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Blogadventkalender 2022 – Das 19. Türchen öffnet heute Beate

von Sabine

Bild: Tanja Graumann

24 Tage lang schreiben wir jeden Tag von Blog zu Blog eine Geschichte weiter.

Die Geschichte wandert täglich von Blog zu Blog. (Hier findet ihr die Liste (Hier als google-Docs-Datei hinterlegt!) der beteiligten Autor*innen!).

Wir wünschen euch eine schöne Adventzeit mit täglichen, kleinen Geschichtsfortsetzungen.

Was bisher geschah, findet ihr hier zum Nachlesen

Heute öffnet Beate das 18. Türchen.

Klara zuckte mit dem linken Auge. Das machte sie immer, wenn sie sich unwohl fühlte. Jetzt flackerte es im Takt der Lichter, die hinter ihrem Augenlid verdächtig schnell hintereinander aufblitzen. Grün. Gelb. Rot. Eigentlich hasste sie Weihnachtslieder und wenn sie nur an ‚Last Christmas‘ dachte, wollte sie am liebsten losheulen. Justus, dieser gemeine Kerl!

„Ho ho hooo“, lachte die Bass-Stimme. „Ich liebe Weihnachtsmusik, das höre ich ab September den ganzen Tag. Ooooohhhh Tannenbauuummm!!“,  basste er sofort los, so dass die Henne fast vom Tisch fiel. 

Renate nippte am Eierpunsch und hickste: „Vielleicht was mit Eiern?“ Die Nikolaushenne rappelte sich gerade wieder auf und gackerte auf: „Coole Idee! Wir singen akapella ‚Ich wollt ich wär ein Huhn, dann hätt ich viel zu tun… ich lege täglich nur ein Ei und Weihnachten mal zwei‘.“ Sie war so begeistert, dass sie mit den Flügeln schlug und dabei Renates Eierpunsch traf. Aber bevor das Glas durch die Luft segeln konnte, fing Renate es mit einer auch für sie unerwarteten Reaktionsgeschwindigkeit im Flug auf und belohnte sich für diese Leistung mit dem Inhalt.

„Stop!“, rief Klara. Die Situation drohte zu eskalieren und Wackelpudding und Eierlikör schienen nicht gerade für Klarheit in den Köpfen der Anwesenden zu sorgen. „Was sollen denn die Hirten denken? Hier geht es doch um das Weihnachtskind! Wir brauchen ein Wiegelied. Etwas beruhigendes. Wie wäre es mit ‚Guten Abend, gute Nacht?‘“ Sie hatte dieses Lied geliebt. Und vor allem die Stimme, die es für sie gesungen hatte, wenn sie aufgeregt nach einem langen Tag nach Hause kam und das Schlafen wie eine Ungerechtigkeit des Lebens schien. Dann war Oma da, setzte sich an ihr Bett, streichelte ihre Wangen und summte leise das Wiegenlied. Wenn sie jetzt daran dachte, spürte sie die vertraute Wärme ihr aufsteigen. Wie sehr sie Oma vermisste. „Das ist auf jeden Fall was mit Hirten.“

„Findischsuper“, meinte Renate und schenkte sich noch mal nach.

„Wir stimmen ab“, sagte Klara. „Wer ist dafür?“

Renates Hand schnellte nach oben und ein gelber Tröpfchenregen rieselte nun leise herunter. „Huch! Tschuldigung…“

Die Nikolaushenne leckte sich die Tröpfchen Eierpunsch aus dem Fell und gurrte vor sich hin. „Na gut… von mir aus.. ich bin ja hier nur die Henne und nicht das Ei, äh der Chorleiter.“

Und was war mit dem Bass? Aber: Wo war er überhaupt? ….

Und morgen geht es weiter mit Andrea.

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