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Schreiben in der Natur

Der vielstimmige Klang der Natur. Nicht verstummend. Berauschend.
Vögelgezwitscher, Bienengebrumme, Insektengesumme.
Gemeckere, Gezedere, Gegackere.
Kommentare, Wortmeldungen, Gesang und Jubilieren.
Der Chor der Natur lässt mich andächtig verstummen.
Bringt mich zum Schweigen.
Ins Lauschen.
In die Ruhe.

Neugier auf die nächste, mir noch unbekannte Stimme.
Die sich vordrängt in meiner Wahrnehmung.
Von weit weg kommend ins Jetzt.
Oder einen Teppich bildet, wie der Grundton auf einem nie endenden Song.
Dem Lied der Natur.

Während der Schreibwoche im Guthaus Stellshagen haben sich die Autorinnen schreibend auf die Reise begeben und ihre „Spur des Lebens“ entdeckt und aufgenommen (siehe Beschreibung unter Termine). Beim Schreiben in der Natur enstand ein nahezu heiliger Raum der Ruhe und Verbundenheit – mit sich, der Gruppe und dem Sein. So sind Texte von schöner Kraft und individueller Wahrhaftigkeit enstanden, die den Klang der Natur in sich tragen.

Ich danke von Herzen für diese wunderschöne Erfahrung und das Zusammensein unter dem grünen Dach der Bäume, mit offenem Blick auf den See, begleitet von dem Gesang der Tiere im Wald und am Wasser.

Samuel Dickes hat einen 14-jährigen Sohn. Wie viele in seinem Alter, interessiert sich der Junge für Playstation 4, Youtube und Netflix und verbringt seine Freizeit am liebsten mit vier Händen an einer Tastatur. Aber dann passierte etwas, was beide gleichermaßen überraschte: Kurzfristig nahm der 14-Jährige am Schreibworkshop „Wortspiele Vol. 2 für Kinder und Jugendliche“ bei nestwärme e.V. Deutschland in Trier teil – und fand es nicht nur schöner als das Spielen, sondern dankte seinem Vater auch noch, dass er ihn dort hingeschickt hatte. Was will ich mehr?