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Im siebten Jahr

Im siebten Jahr
Verbreitet sich ein Virus
Überfluten Täler und Häuser
Brennen Wälder in der Hitze
Sind die Tage zu kurz
Und die Nächte zu licht

Einatmen und Ausatmen
Einen Moment zur Ruhe kommen
Sich selbst in die eigene Mitte helfen
Sieben Jahre Leben

Wie würde es Dir ergehen
Jetzt?

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Schreiben in der Natur

Der vielstimmige Klang der Natur. Nicht verstummend. Berauschend.
Vögelgezwitscher, Bienengebrumme, Insektengesumme.
Gemeckere, Gezedere, Gegackere.
Kommentare, Wortmeldungen, Gesang und Jubilieren.
Der Chor der Natur lässt mich andächtig verstummen.
Bringt mich zum Schweigen.
Ins Lauschen.
In die Ruhe.

Neugier auf die nächste, mir noch unbekannte Stimme.
Die sich vordrängt in meiner Wahrnehmung.
Von weit weg kommend ins Jetzt.
Oder einen Teppich bildet, wie der Grundton auf einem nie endenden Song.
Dem Lied der Natur.

Während der Schreibwoche im Guthaus Stellshagen haben sich die Autorinnen schreibend auf die Reise begeben und ihre „Spur des Lebens“ entdeckt und aufgenommen (siehe Beschreibung unter Termine). Beim Schreiben in der Natur enstand ein nahezu heiliger Raum der Ruhe und Verbundenheit – mit sich, der Gruppe und dem Sein. So sind Texte von schöner Kraft und individueller Wahrhaftigkeit enstanden, die den Klang der Natur in sich tragen.

Ich danke von Herzen für diese wunderschöne Erfahrung und das Zusammensein unter dem grünen Dach der Bäume, mit offenem Blick auf den See, begleitet von dem Gesang der Tiere im Wald und am Wasser.

Lerne den Augenblick zu ergreifen.
Schleiche dich nicht davon.
Sammle deinen Geist dort, wo du bist, mit einem für den Augenblick geschärften Bewusstsein.
Dort ist es, wo wir sind.
Es gibt keinen anderen Ort als hier.
(Drukpa Rinpoche)