Artikel
0 Kommentare

Im achten Jahr

frischen mut
nach dunkler nacht
das auf und ab des seins
wechsel aus dunkelheit und licht

nach nächten, die zu tagen werden
tagen, die in nächten versinken
weicht die lähmung
und helligkeit kehrt zurück

du bist hindurch gegangen
mutig und furchtlos
ich sehe dich im warmen schein
freudig und befreit

und wünsche mir dein vertrauen
auch für meine dunklen stunden
vergangene und kommende
gewissheit über schwester licht

traurigkeit und schmerz
sind die dunkelseite der freude
aber aus der schwärzesten nacht
wird der helle morgen geboren

ich muss nichts tun

Artikel
0 Kommentare

Schreiben in der Natur

Der vielstimmige Klang der Natur. Nicht verstummend. Berauschend.
Vögelgezwitscher, Bienengebrumme, Insektengesumme.
Gemeckere, Gezedere, Gegackere.
Kommentare, Wortmeldungen, Gesang und Jubilieren.
Der Chor der Natur lässt mich andächtig verstummen.
Bringt mich zum Schweigen.
Ins Lauschen.
In die Ruhe.

Neugier auf die nächste, mir noch unbekannte Stimme.
Die sich vordrängt in meiner Wahrnehmung.
Von weit weg kommend ins Jetzt.
Oder einen Teppich bildet, wie der Grundton auf einem nie endenden Song.
Dem Lied der Natur.

Während der Schreibwoche im Guthaus Stellshagen haben sich die Autorinnen schreibend auf die Reise begeben und ihre „Spur des Lebens“ entdeckt und aufgenommen (siehe Beschreibung unter Termine). Beim Schreiben in der Natur enstand ein nahezu heiliger Raum der Ruhe und Verbundenheit – mit sich, der Gruppe und dem Sein. So sind Texte von schöner Kraft und individueller Wahrhaftigkeit enstanden, die den Klang der Natur in sich tragen.

Ich danke von Herzen für diese wunderschöne Erfahrung und das Zusammensein unter dem grünen Dach der Bäume, mit offenem Blick auf den See, begleitet von dem Gesang der Tiere im Wald und am Wasser.